Notfallseelsorge im Landkreis Miltenberg

Versorgung im Notfall

Eine Erfolgsgeschichte von gelingender Zusammenarbeit
im Landkreis Miltenberg
 

Seit dem 1. Oktober 1997 gibt es im Landkreis Miltenberg die Einrichtung der Notfallseelsorge. Die Initiative ging dabei vom Landratsamt in Miltenberg aus. Zu beklagen waren einige schwere Unfälle im Landkreis. Besonders der tragische Unfall in Schneeberg, als Großvater und Enkel vor den Augen des gesamten Dorfes im Auto verbrannten, gaben die Initialzündung, für die Angehörigen und unverletzt Unfallbeteiligten qualifizierten seelsorgerlichen Beistand zu fordern, der ständig erreichbar wäre. 

Mittlerweile gehört diese Einrichtung zum festen Bestand im Rettungsgeschehen des Landkreises. Die Einsatzzahlen sind stetig gestiegen, die Struktur musste in den Jahren immer wieder den neuen Anforderungen angepasst werden.

Waren am Anfang noch zwei Notfallseelsorge-Bezirke (Obernburg und Miltenberg) im Einsatz, so hat die geringer werdende Zahl der Mitarbeitenden einen gemeinsamen Dienst zur Folge. 

Einschneidend in dieser Zeit des Aufbaus war der plötzliche Tod des Beauftragten Klaus Schneider im März 2001. Seit dieser Zeit koordinieren und leiten Wolfgang Schultheis für die katholische Kirche und Hans Burkhardt für die evangelische Kirche den Dienst.  

Notfallseelsorge arbeitet ökumenisch. Sie ist damit ein Bereich, in dem die Zusammenarbeit der beiden Konfessionen sehr gut funktionierte und funktioniert. 

Zweite wichtige Veränderung war die Entstehung eines Kriseninterventionsdienstes in Reihen des Roten Kreuzes. In vielen Landkreisen Bayerns war diese Entwicklung mit vielen gegenseitigen Ressentiments und Berührungsängsten behaftet. So arbeiten beide Dienste in der Regel unabhängig voneinander, manchmal auch in Konkurrenz zueinander. 

Nicht so in Miltenberg. Von Anfang war klar, dass wir die psychosoziale Notfallversorgung am besten gemeinsam meistern können. Wie so oft lag und liegt es an den Personen selbst. Anja Welzbach von Seiten des Roten Kreuzes und die erste und bisher einzige ausgebildete Mitarbeiterin des KIT des Roten Kreuzes im Landkreis Miltenberg ging schnell auf die Notfallseelsorge zu und da die Chemie stimmte, hat sich daraus ein Erfolgsmodell für gelingende Notfallversorgung in Zusammenarbeit von NFS und KIT entwickelt. 

In einer großen Zahl von Einsätzen arbeiten NFS und KIT eng zusammen, ergänzen und vertreten sich gegenseitig. NFS-Einsatz-Alarmierungen gehen selbstverständlich immer auch an KIT in Person von Anja Welzbach. 

Die Alarmierung erreicht in der Regel die beiden diensthabenden Notfallseelsorger/innen und den Hintergrunddienst, d.h. Anja Welzbach als KIT und die beiden Landkreisverantwortlichen Wolfgang Schultheis und Hans Burkhardt. In regelmäßigen Treffen suchen die drei Verantwortlichen im Hintergrund immer wieder nach Wegen einer immer besser gelingenden Notfallversorgung vor Ort. 

Diese kleine Zusammenarbeits-Erfolgsstory hat dazu geführt, die Standards für die psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis Miltenberg klarer zu definieren:

Notfallseelsorge und Krisenintervention des BRK arbeiten eng zusammen

Wir bemühen uns um größt mögliche Professionalität am Einsatzort und suchen dies durch Qualifizierung unserer Mitarbeitenden in beiden Diensten zu erreichen und zu verbessern

Wer in den beiden Diensten mitarbeiten möchte, muss diese enge Zusammenarbeit akzeptieren können

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